Unsere Schafe

„Wer meint, Glück könne man nicht anfassen, hat noch nie ein Schaf gestreichelt“

1998 haben wir den Betrieb in der zweiten Generation übernommen und Milchkuhhaltung betrieben. Zwischenzeitlich waren auch nur Mutterkühe auf dem Hof.

2015 haben wir uns nochmals neu orientiert und Milchschafe gekauft. Aufgrund der hochwertigen Milch, ihres Fleisches und der Wolle sind Schafe die perfekten Nutztiere für unseren am Hang gelegenen Betrieb. Sie können mehr oder weniger das ganze Jahr auf der Weide gehalten werden ohne grossen Landschaden – die perfekten Landschaftspfleger & Rasenmäher.

Manche Schafe sind schüchtern, andere mutig, gelassen oder übermütig, einige stolz und klug oder auch gelangweilt aber vor allem sind sie neugierig und haben eine einzigarte Persönlichkeiten mit einem völlig individuellen Charakter, wie wir Menschen auch. Schafe erkennen einzelne Schafe und Menschen anhand ihres Gesichtes und fühlen sich ihnen verbunden – und das sogar noch zwei Jahre nach einer Trennung. Mit ihren Artgenossen pflegen sie häufig Freundschaften, besonders wenn sie sich von klein auf kennen.

Mit vier Auen haben wir damals angefangen. Mittlerweile gehören Lacaune, Ostfriesische Milchschafe, Engadiner, aber auch Fleischschafrassen zu unserem Bestand. Zwischen 20-30 Auen werden täglich gemolken. Zum Melken „reisen“ wir unseren Schafmädchen jeweils mit dem selber gebauten Melkstand hinterher.

Schafmilch ist ein sehr hochwertiges und wertvolles Lebensmittel der täglichen Ernährung, welches viele Vorteile und gesundheitlichen Nutzen mit sich bringt.

Die hochwertige Milch wir durch die Molkerei zu Käse aber auch durch uns zu verschiedenen Produkten wie Joghurt, Quark, Frischkäse, Seife und Schafmilch Glace verarbeitet.

Unsere Herde variiert jeweils zwischen 70-90 Tieren. Wir hatten aber auch schon Winter mit mehr als 100 Schafen – aber das war dann doch etwas zu viel des Guten.

Die Nachkommen unserer Milchrassen werden mit Milch und Milchpulver grossgezogen, bis sie nach etwa einem halben Jahr schlachtreif sind oder als Nachzucht bei uns auf dem Hof bleiben. Die Lämmer der Mutterschafe bleiben bei ihren Müttern, versteht sich.

Drei bis vier Wochen alte Lämmer sind bereits nicht mehr den ganzen Tag bei ihren Müttern. Sie bilden „Kindergärten“ und veranstalten Laufwettkämpfe. Sie üben ihre Geschicklichkeit mit Springen, Hüpfen und tragen die ersten Zweikämpfe aus.

Jedes Jahr gibt es besondere Geschichten, wunderschöne aber auch traurige, die einem immer in Erinnerung bleiben. „Sorgenkinder“, die besonders viel Aufmerksamkeit und Starthilfe benötigen, neben unserem Kamin übernachten und alle paar Stunden eine Flasche kriegen, in der Hoffnung dass sie gross & stark werden. Aber auch die, die es nicht schaffen. Unfälle auf der Alp, Krankheiten, die man trotz all dem Wissen über die Tere, den Bemühungen nicht beeinflussen kann. Tage an denen man liebe Tiere gehen lassen oder auf dem letzten Weg begleiten muss – das ist die Natur und Teil des Bauernlebens.

Auch wenn unsere Schafe Nutztiere sind – sind sie unserer Haustiere und gehören zur Familie und jeder Abschied, ob geplant oder ungeplant schmerzt.

Nebst unserer Schafherde gehören auch noch die zwei Mutterkühe Emmi und Meierisli mit ihrem Nachwuchs zum Hof. Unsere zwei Eselinnen, Marie-Lou und Marisa, welche die Schafherde perfekt ergänzen. 40 Wachteln, welche uns und unsere Kunden mit Eier versorgen und nicht zu vergessen unsere treue Hauskatze Zilli, welche in diesem Jahr bereits 21 Jahre alt wird.

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